Mein Kind kommt in die Schule

 

Konzept Kindergarten – Schule - Übergang

 

Bovenden liegt ca 5 km vor der Universitätsstadt Göttingen und ist ein beliebter Wohnort für Universitätsbedienstete. Die Grundschule am Sonnenberg liegt hinter dem Rathausplatz, ebenso wie die drei Kindergärten, Deutsche Rote Kreuz Kindergarten, der evangelische Kindergarten und der Waldorfkindergarten. Die Nähe zu einander bedingt und fördert die Umsetzung unseres Konzeptes positiv.

 

Um den Kindern den Übergang vom Kindergarten zur Schule angstfrei und erwartungsfroh zu gestalten hat die Grundschule am Sonnenberg folgendes Konzept erarbeitet:

 

Im letzten Kindergartenjahr werden die potenziellen Erstklässler schrittweise der Schule genähert.

So lädt die Schule zu besonderen Veranstaltungen ein:

a)    zu Festen aller Art ( z.B. Namensgebungsfeier, Frühlings- Weihnachtsfeiern, zu Theaterstücken, die Schulkinder aufführen)

b)    zu Bookbuddy Wochen, in denen Drittklässler den Kindergartenkindern in kleinen Gruppen vorlesen.

c)    Besuche in den ersten Klassen mit Unterrichtsteilnahme in maximal Zehnergruppen

d)    Austausch der Erzieherinnen und dem Kooperationsbeauftragten in Dienstbesprechungen, wobei Konzepte, Problematiken ( wie Sprachförderbedarfsüberprüfung) und Fortbildungsmöglichkeiten abgestimmt werden.

e)    Hospitationen der Lehrkräfte ( RIK) in den Kindergärten um vor Ort Schulreife und Entwicklung mit den Erzieherinnen und mit eigener Beobachtung zu begleiten.

f)     Feedback Dienstbebesprechungen mit den Lehrerinnen und  ehemaligen Erzieherinnen der eingeschulten Erstklässler, um Prognosesicherheit bezüglich der Schulreifevorhersage zu erhalten.

 

Dies Konzept unterliegt einer ständigen Evaluation und kann nach Bedarf erweitert werden.

 

 

Konzept zur Sprachförderung

 

Die Sprachfördermaßnahmen richten sich an Kinder, die über keine oder nur sehr unzureichende Deutschkenntnisse verfügen. Der Förderunterricht beginnt ein Schuljahr vor der Einschulung. Die künftigen Lernanfängerinnen und Lernanfänger müssen deshalb schon ca. 18 Monate vor der Einschulung angemeldet werden.

 

 

Welche Kinder sollen an der Sprachförderung vor der Einschulung teilnehmen?


Zielsetzung des Verfahrens
Die Sprachfördermaßnahmen richten sich an Kinder, die über keine oder nur sehr unzureichende Deutschkenntnisse verfügen. Dies sind vor allem Kinder, deren Erstsprache / Familiensprache nicht Deutsch ist.
Um im Unterricht des 1. Schuljahrgangs mitarbeiten zu können, müssen Kinder

  • über einen altersangemessenen passiven und aktiven Wortschatz verfügen (dabei ist der passive Wortschatz stets größer als der aktive);
  •  
  • kindgerecht strukturierte Äußerungen (also grammatisch nicht zu komplizierte Aussagen, Fragen und Aufforderungen) verstehen;
  •  
  • in der Kommunikation mit anderen Menschen ihrem Alter angemessen agieren und reagieren können.


Die Kinder sollten deutlich genug sprechen, damit sie von anderen verstanden werden.

Das Verfahren zur Feststellung des Sprachstandes dient dazu, die Deutschkenntnisse des Kindes zu überprüfen und damit die Entscheidung zu begründen, ob das Kind zur Teilnahme an einer besonderen sprachfördernde  Maßnahme verpflichtet wird. Dazu werden der aktive und passive Wortschatz des Kindes, sein Sprachverständnis und seine aktive Sprachstrukturierung erfragt und eventuell überprüft.

 

 

Welche Kinder sollen nicht an der Sprachförderung vor der Einschulung teilnehmen?


Die Sprachfördermaßnahmen der Grundschulen im Schuljahr vor der Einschulung sind nicht für Kinder vorgesehen,

  • die einen Sprachheilkindergarten besuchen;
  •  
  • die aufgrund sonderpädagogischen Förderbedarfs in einer integrativen Einrichtung sind und dort spezifisch gefördert werden;
  •  
  • die über einen altersangemessenen passiven und aktiven Wortschatz verfügen und beim Sprechen lediglich Abweichungen in Grammatik oder Aussprache zeigen.

Die Sprachförderung
Wenn die Deutschkenntnisse des Kindes nicht ausreichen, um erfolgreich am Unterricht der 1. Klasse teilzunehmen, wird es ein Jahr vor der Einschulung einem Sprachkurs an unserer Schule zugewiesen. Lehrkräfte der Grundschule arbeiten mit den Kindern an der Verbesserung ihrer Sprachkenntnisse.
Die Sprachkurse werden je nach räumlicher Möglichkeit in der Schule, im DRK Kindergarten oder im evangelischen Kindergarten durchgeführt.

Der Umfang der Sprachfördermaßnahmen richtet sich nach der Größe der Gruppe.